Nordwest Sonntagsblatt

Nr. 10 / 27. Dezember 2020 Telefon (0 44 21) 4 00 86 -29 www.nordwest-sonntagsblatt.de Sport: Das Neujahrs- skispringen muss diesmal ohne Zuschauer stattfin- den. Im Fernsehen wird es aber übertragen. Seite 3 Tier: .„Deutschlands Zuversicht erlebt einen his- torischen Absturz“ heißt es in einer Umfrage zur Ge- mütslage. Seite 5 Umwelt: Durch die Corona-Pandemie sind die CO2-Emissionen 2020 ge- sunken. Seite 9 Im Gespräch Hartmut Hardieck und Walter Wohlgezogen haben ihren Kanin- chenzuchtverein I72 Voslapp aufgelöst. Seite 8 Heute sollte man der Schirm nicht verges- sen. Es regnet und die Temperatur liegt bei 4°C. In der Nacht reg- net es bei Tiefstwerten von 3°C. Mit Böen zwi- schen 37 und 48 km/h ist zu rechnen. Die Sonne ist heute fast nicht zu sehen Zeitzeugen des Ho- locaust sprechen zum ers- ten Mal im deutschen Fernsehen zum „... Mord an einem Volk“. Seite 10 viel mehr. Feuerwerk koste sehr viel Geld, dass nur einen Moment lang für Freude sorgt und dabei di- verse Gefahren birge. Die Gesundheit von Menschen sei jedes Jahr durch un- sachgemäße Verwendung und zum Teil sogar ab- sichtliches Zielen auf um- stehende Menschen ge- fährdet, heißt es in einer Pressemitteilung. Auch der NABU legt den Menschen ans Herz, an Silvester auf die Knallerei zu verzichten. Jede Silves- terrakete, die nicht gezün- det würde, sei ein Gewinn für die Umwelt! Das Feuerwerk sorge nicht nur für Abfall und Lärm, es sei auch eine extreme Fein- staubbelastung und damit gesundheitsgefährdend. Nach Angaben des Um- weltbundesamts werden jedes Jahr mehr als 4.000 Tonnen Feinstaub durch Feuerwerk sinnlos freige- setzt, der größte Teil davon in der Silvesternacht. Das entspricht etwa 16 Prozent der Menge, die jährlich durch den Straßenverkehr entsteht. Um das auszu- gleichen, müssten also alle Kraftfahrzeuge acht Wo- chen stillgelegt werden. Zum Jahreswechsel 2018/2019 wurden die zu- lässigen Feinstaubgrenz- werte deutschlandweit an 10 Prozent der Messstellen überschritten. Das war vergleichbar mit 2017/2018, als der Grenz- wert an 13 Messstellen überschritten wurde, im Jahr davor waren es sogar 129 Messstellen. Die kon- krete Situation ist vor al- lem von den Windverhält- nissen abhängig. Die Deutsche Umwelt- hilfe (DUH) hatte bereits 2019 eine Initiative gestar- tet, in einigen deutschen Städten aus Gründen des Gesundheitsschutzes das Silvesterfeuerwerk in den dicht besiedelten Innen- städten verbieten zu las- sen. Es ging um 98 deut- sche Städte, die im Jahres- mittel ohnehin bereits eine hohe und damit gesund- heitsschädliche Fein- staubbelastung aufwiesen. Dabei orientierte sich die DUH am Grenzwert der Weltgesundheitsorganisa- tion von 20 µg/m³. Aber nicht nur der Fein- staub ist eine Gefahr, die durch die Silvesterknalle- rei entsteht. Alljährlich werden zum Jahreswech- sel viele Menschen ver- letzt. Nach Angaben des Deutschen Ärzteblatts er- leiden jährlich 8.000 Men- schen zu Silvester Verlet- zungen des Innenohrs durch Feuerwerkskörper; rund ein Drittel behält bleibende Schäden. Wer also auf Nummer sicher gehen will, lässt an Silves- ter zuhause allenfalls die Sektkorken knallen. Auch so kann das neue Jahr ge- bührend begrüßt werden und böse Geister ohne Müll und Materialschlacht vertrieben werden. In diesem Sinne: Einen guten Rutsch wünscht Ihre Nordwest Sonntagszei- tung. Silvester(-knallerei) zu Coronazeiten: 2020 sind Böller & Co auf öffentlichen Plätzen verboten. Foto: Bettina F. / pixelio Wilhelmshaven/Fries- land. (gms) Zu einer gelun- genen Silvesterparty ge- hört für die meisten Men- schen ein prächtiges Feuerwerk. Dieses Ritual ist fest verankert in unserem kol- lektiven Verständnis. Na- türlich erklärt sich ein großer Teil der Faszination von Menschen für Feuer- werk durch das beeindru- ckende Spektakel am nächtlichen Himmel. Dieses dürfte aber 2020 ausfallen - oder doch zu- mindest sehr reduziert - . und wenn dann auch nur auf privatem Grund und Boden vonstatten gehen, denn seit dem 16. Dezem- ber befinden wir uns in Deutschland im harten Lockdown. Laut Beschluss von Bund und Ländern vom 13. Dezember gilt am Sil- vester- und Neujahrstag bundesweit ein An- und Versammlungsverbot. Der Verkauf von Pyrotechnik vor Silvester ist 2020 deutschlandweit generell verboten. Auch das Böl- lern auf öffentlichen und belebten Plätzen ist nicht erlaubt. Die Ansammlung von Menschen soll ange- sichts der weiter steigen- den Conrona-Infektions- zahlen ausbleiben. Daher sind sämtliche öffentliche Feuerwerke gestrichen. Verboten ist das private Böllern deswegen aber nicht (jedenfalls nicht bei Redaktionsschluss). Die Menschen sind lediglich dazu angehalten, in die- sem Jahr komplett auf die Silvesterknallerei zu ver- zichten. So plädieren bei- spielsweise u.a. Bündnis 90/Die Grünen im Kreis Wittmund an die Vernunft der Menschen in diesem Jahr kein Feuerwerk zu Silvester zu veranstalten, auch wenn das Feuer- werksverbot der Landes- regierung rechtlich durch das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht außer Kraft gesetzt wurde. In jedem Jahr entstünden durch privates Feuerwerk an Silvester erhebliche Schäden für Mensch, Tier und Umwelt, in Zeiten der Covid 19-Pandemie noch Der Jahreswechsel könnte diesmal ruhiger werden Silvester ohne Knaller? Die Ausgabe dieses An- zeigenblattes enthält Prospektbeilagen, in denen unter anderem für Feuerwerkskörper gewor- ben wird. Feuerwerkskör- per dürfen aufgrund neuer gesetzlicher Bestimmun- gen in diesem Jahr nicht verkauft werden. Auf- grund der Vorlaufzeit bei der Produktion der Pros- pektbeilagen war ein Aus- tausch der Beilagen tech- nisch nicht mehr realisier- bar. Wir weisen deshalb ausdrücklich darauf hin, dass in dieser Ausgabe enthaltene Angebote zu Silvesterfeuerwerk nicht gültig sind und solche Pro- dukte von den Handels- unternehmen auch nicht zum Verkauf angeboten werden. Wir bitten Sie, diese wesentliche Infor- mation bei den entspre- chend betroffenen Pros- pekten und im Hinblick auf Ihren Einkauf zu be- achten. Andere Angebote behalten selbstverständ- lich ihre Gültigkeit. Ein wichtiger Hinweis Wilhelmshaven/Fries- land. (gms) Der Jahres- wechsel ist nicht nur für viele Menschen eine echte Herausforderung sondern auch für unsere tierischen Mitbewohner. Selbst wenn in diesem Jahr et- was ruhiger gefeiert wird, bedeuten die Tage rund um Silvester meist Stress für die Tiere. Doch mit ei- nigen Vorkehrungen las- sen sich die Tage für unse- re treuen Gefährten ent- spannter und vor allem si- cher gestalten. Am wohls- ten fühlen sich Hunde, Katzen sowie Kleintiere in ihrer vertrauten Umge- bung, mit ihren Bezugs- personen an ihrer Seite. Jedes Tier sollte einen si- cheren Rückzugsort ha- ben, an dem es ungestört zur Ruhe kommen kann. Trotz des Trubels brau- chen die Tiere ihren ge- wohnten Tagesablauf, Gassirunden, Fütter-und Spielzeiten.Hunde sollten im Freien angeleint blei- ben, denn schon ein einzi- ger verfrühter Böller kann den Hund derartig er- schrecken, dass er das Weite sucht. Silvester re- agieren viele Haustiere ganz besonders ängstlich auf den unbekannten Lärm von draußen. Hunde und Katzen sollten sich im Haus aufhalten und nicht allein gelassen wer- den. Geschlossene Fenster und zugezogene Vorhänge oder heruntergelassene Rollläden schützen vor dem großen Krach. Auch Musik oder der laufende Fernseher bieten etwas Ablenkung von den unbe- kannten Außengeräu- schen. Was macht Silvester für Tiere so qualvoll? Sie kön- nen nicht einordnen, was gerade passiert. Die meis- ten Tiere sind sehr ge- räuschempfindlich. Sie nehmen andere Frequen- zen wahr als der Mensch, sie hören auf einer ande- ren Ebene und viel inten- siver. Tipps rund um die Feiertage auch auf www.futterhaus.de Tiere sind sehr geräuschempfindlich Silvester-Tipps für Hund und Katz Foto: pixelio

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