Nordwest Sonntagsblatt

Seite 28 26. September 2021 Berlin. (NWS) Der So- zialverband VdK lehnt die Pläne einiger Bundeslän- der ab, Ungeimpften in Quarantäne keinen Lohn- ersatz mehr zu zahlen. „Der Verdienstausfall muss bei einer Quarantäne unabhängig vom Impfsta- tus gezahlt werden. Ich ap- pelliere an die Gesund- heitsminister, hier eine einheitliche Regelung zu finden“, sagte VdK-Präsi- dentin Verena Bentele am Dienstag in Berlin. Das Infektionsschutz- gesetz sieht keinen An- spruch auf Entschädigung vor, wenn die Quarantäne durch eine allgemein emp- fohlene Schutzimpfung hätte vermieden werden können. Über einen bundesweit einheitlichen Umgang zu der Frage wollen die Ge- sundheitsminister von Bund und Ländern am Mittwoch beraten. Einige Bundesländer wie Baden- Württemberg und Bremen haben entsprechende Re- gelungen bereits beschlos- sen. Bentele weist darauf hin, dass es zurecht keine allgemeine Impfpflicht gibt: „Dann darf es aber auch keine existenzgefährden- den Folgen haben, wenn sich ein Mensch mit ange- schlagener Gesundheit aufgrund einer chroni- schen Erkrankung gegen eine Impfung entscheidet. Insbesondere wenn me- dizinisch noch nicht ein- schätzbar ist, wie sich eine Impfung auf seine Ge- sundheit auswirkt.“ Bei der Streichung des Verdienstausfalls gehe es nicht um zehn oder 20 Euro für einen ehemals kostenfreien Bürgertest, sondern um das Entgelt für bis zu 14 Tage Arbeit. „Wenn wegen einer Qua- rantäne ein halber Mo- natsverdienst wegfällt, werden gerade ärmere Menschen unverhältnis- mäßig stark darunter lei- den“, erklärte Bentele. Bentele sieht in dieser Regelung des Infektions- schutzgesetzes eine Ge- fahr: „Schließlich wird ja auch Lohnersatz gezahlt, wenn jemand erkrankt, weil er viel raucht, viel Zu- cker und Fett isst oder risi- koreiche Sportarten aus- übt. Ein Gesundheitswesen, dass diese Kosten nicht mehr übernimmt, lehnt der VdK aus guten Grün- den ab.“ Weitere Informationen im Internet unter: www.vdk.de Streichung des Verdienstausfalls würde chronisch Kranke und Arme besonders treffen „Verdienstausfall bei Quarantäne unabhängig vom Impfstatus zahlen“ Ostfriesland. (NWS) Eine Strecke wird ge- paddelt, die Rückfahrt ge- radelt – oder umgekehrt. Das ist das Prinzip von „Paddel und Pedal“. Traditionell dauert die Paddel- und Pedalsaison noch bis zum 15. Oktober. Bei gutem Wetter sind Vermietungen auf Anfra- ge an einigen Stationen auch noch später möglich. Zum Saison-Endspurt ist nun eine neue Über- sichtskarte erschienen. Alle wichtigen Informa- tionen zum Naturerlebnis mit Paddel und Pedal und die Kontaktdaten zu den einzelnen Stationen sind dort zu finden. Die Karte kann auf der Internetseite www.pad- del-und-pedal.de , per eMail unter info@paddel- und-pedal.de oder unter der Telefonnummer 0491 91969630 bestellt werden. Dort sind auch Bu- chungen für Tagesausflü- ge und ausgedehnte Tou- ren möglich. Touren bis 15. Oktober buchen „Paddel und Pedal“: Neue Übersichtskarte erschienen Die neue Übersichtskarte von Paddel und Pedal kann auf der Internetseite www.paddel-und-pedal.de, per Mail unter info@paddel-und-pedal.de oder unter Telefon 0491 91969630 bestellt werden. Dort sind auch Buchungen für Tagesausflüge und ausgedehnte Touren möglich. Foto: Paddel und Pedal

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