Nordwest Sonntagsblatt

12. Dezember 2021 Seite 11 Leipzig. (ots) In mindestens 2000 Fällen illegaler Impfdokumente ermitteln die Behörden derzeit, und die Fallzahlen steigen rasant. Wie leicht ist es wirklich, an gefälschte Impfpässe zu gelangen? Die MDR-Reportagereihe „exactly“ macht den Test. Außerdem gelang es, einen professionellen Fälscher zu befragen – zu sehen seit dem 5. Dezember, auf dem YouTube-Kanal „MDR Investigativ“ und in der ARD Mediathek. Zwischen 150 und 350 Euro kosten die illegalen Dokumente im Netz, bei größeren Bestellungen gibt es Mengenrabatt. Gefälschte Impfpässe sind spätestens seit Umsetzung der 2G-Regel gefragter denn je. In mindestens 2000 Fällen ermitteln die Behörden derzeit deutschlandweit, viele weitere bleiben unentdeckt. Einen gefälschten Impfpass in der Apotheke „legalisieren zu lassen“ ist leicht – die Apotheker haben kaum eine Chance, die Fake-Papiere zu erkennen, behauptet der MDR. Mit dem digitalen Zertifikat auf dem Handy hat man somit auch als Ungeimpfter einen „ganz normalen“ Impfausweis. Niemand ahnt bei der Kontrolle an der Kneipentür, dass man nicht geimpft ist. Und auch mit dem falschen gelben Heft, kommt man bei nahezu jeder 2G-Kontrolle durch. Wieso ist so ein wichtiges Dokument eigentlich so fälschungsanfällig? Wie einfach ist es wirklich, so ein Dokument in einschlägigen Foren und Chatgruppen zu beschaffen? Und was motiviert Menschen, damit zu handeln bzw. die falschen Papiere zu kaufen? Diesen Fragen widmet sich eine neue Folge der MDR-Reportagereihe „exactly“, in der die Reporter Marc Zimmer und Anton Zirk einen Impfpass-Fälscher treffen , der trotz seiner illegalen Geschäfte kein schlechtes Gewissen zeigt und sich als „Helfer für Ungeimpfte“ betrachtet. MDR-Reportagereihe „exactly“ über den Handel mit illegalen Impfpässen Gefälschte Impfpässe exactly-Reporter Marc Zimmer informiert in einer MDR-Reportagereihe über gefälschte Impfpässe. Foto: ots/Anton Zirk Baierbrunn. (ots) Was macht in diesen unruhigen Zeiten ein gutes Leben aus? Die meisten von uns haben im hektischen Alltag kaum Zeit, um überdiese Frage nachzudenken. Doch zufrieden sein lässt sich üben, so das Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“. Was Glück bedeutet, und was ein erfülltes Leben ausmacht, darüber denken Gelehrte aus Philosophie und Psychologie seit Hunderten von Jahren nach. Der altgriechische Philosoph Aristipp beispielsweise schrieb, die Kunst zu leben liege darin, die an unsvorüberziehenden Freuden zu ergreifen. Sigmund Freud sah im Lustprinzip, das uns antreibt, Lust zu suchen und Schmerz zuvermeiden, die Hauptmotivation für menschliches Handeln. Im Alltag lässt sich trainieren, die positiven Aspekte in unserem Leben stärker wahrzunehmen. „Es geht darum, die schönenMomente zu sehen - nicht darum, noch mehr Angenehmes in mein Leben zu quetschen“, betont Diplom-Psychologin Dr. Daniela Blickhan, die als eine der prominentesten Vertreterinnen der Positiven Psychologie in Deutschland gilt. Hilfreich ist folgende kleine Übung: Kurz, bevor man schlafen geht, sollte man sich einige Minuten Zeit nehmen für zwei Fragen. Die erste Frage lautet: „Was war heute schön?“ Sich diese Frage zu stellen hilft dabei, die Wahrnehmung zu weiten für die kleinen Glücksmomente des Lebens, die wir viel zu oft ausblenden. Depressive Tendenzen lassen sich verringern Die zweite Frage ist fast noch wichtiger. Sie lautet: „Wie habe ich dazu beigetragen, dass ich den erlebten Moment als schönempfinden konnte?“ Möglicherweise hat man sich über einen kleinen Vogel gefreut, der auf dem Balkon Rast gemacht hat? Einwirkungsvoller Beitrag war dann, dass man hingeschaut und den Vogel beobachtet hat. Was wie Psycho-Sprech klingt, wurde tatsächlich in Studien als wirkungsvoll nachgewiesen. Diese Übung fördert entspannten Schlaf und verringert depressive Tendenzen. Wahrnehmung schärfen für kleine Glücksmomente / Depressive Tendenzen lassen sich verringern Glück: So lernen Sie, die schönen Momente wahrzunehmen Die wichtigste Frage am Ende des Tages lautet: Was war heute schön? Foto: ots/Stocksy/Lumina

RkJQdWJsaXNoZXIy MTUzODc=