Nordwest Sonntagsblatt

Seite 30 12. Dezember 2021 Adventskalender für Hobbygärtner Wandern im Naturkino Tipps für ein umweltfreundlicheres Fest (djd-k). Gärtnern macht jeder Generation Spaß und ist gar nicht kompliziert, auch Kinder sind bereits mit Begeisterung dabei. Dazu kommt der Aspekt, dass immer mehr Menschen Wert legen auf den Genuss regionaler, saisonaler und somit möglichst frischer Lebensmittel. Und frischer, als wenn das Gemüse aus dem eigenen Garten stammt,geht es nicht. Sowohl Neulinge als auch erfahrene Gärtnerinnen und Gärtner haben am meisten Freude an möglichst robusten Gemüsesorten. Die Arten sollten zudem zu den regionalen Bedingungen in Sachen Klima und Bodenbeschaffenheit passen. Immer wieder wird man dann bei den traditionellen Gemüsesorten landen, die sich über lange Zeit an die hiesigen Gegebenheiten angepasst haben. Daran orientiert sich auch die neue Saatauswahl von Saatgut Dillmann. Diese wird passend zur Vorweihnachtszeit in 24 Keimschutzverpackungen verschickt, im Handumdrehen lässt sich daraus ein schöner Adventskalender basteln. Die robusten Sorten bringen gute Erträge zur Selbstversorgung. Enthalten sind unter anderem Gewürzfenchel, Paradiesvogelblume, Zimtbasilikum, Zitronenmonarde, Islandmohn, Rucola und andere interessante Gemüse- und Pflanzensamen mit passendem Zubehör wie Langzeitdünger aus Schafswollpellets. Erhältlich ist der Adventskalender mit 24 Saatguttüten im OnlineShop unter www.saatgutdillmann. de in zwei Versionen: In der Holzbox für 49,95 Euro oder alternativ als Karton für 39,95 Euro Die 24 Saaten befinden sich in Keimschutzverpackungen. Foto: djd-k/Saatgut Dillmann (djd-k). Den Stress hinter sich lassen und den Druck des Alltags rausnehmen: Das gelingt vielen Menschen am besten beim Wandern. Weitläufige Berg- und Seenlandschaften wie das Chiemsee-Alpenland stehen bei Erholungssuchenden hoch im Kurs, und gerade im Spätsommer und Herbst zeigt sich die bilderbuchreife Voralpenlandschaft im südöstlichen Bayern von ihrer besonders entspannten und farbenprächtigen Seite. Zwischen sanften Hügeln liegen schmucke Orte, rund 30 Seen und artenreiche Moorgebiete. Aber auch wilde Flüsse und spektakuläre Schluchten gibt es zu bestaunen. Die Region zwischen Mangfalltal, Wasserburg am Inn, Chiemsee und der im Süden liegenden Alpenkette, ihre vielseitige Natur und die typisch oberbayerische Lebensart lassen sich auf stillen und zugleich spannenden (Themen-) Wegen entdecken. Naturdenkmal und Kleinod So kommen Wanderer auf einer der zwei Etappen des Schiffleutwanderwegs rund um Neubeuern unter anderem durch den Felssturz in der Wolfsschlucht und vorbei an einem „weit gereisten“ Findling zu schroffen Felswänden, die von kreisförmigen Mustern überzogen sind. Der von Menschenhand geschaffene Mühlsteinbruch in Hinterhör gehört zu den schönsten Geotopen Bayerns. Wer sich nicht nur fürs große Naturkino, sondern auch für kulturelle Kleinode interessiert, kann sich „Auf Leibls Spuren“ begeben. Unter www.chiemsee- alpenland.de/wandern finden Interessierte einen Tourenplaner und Infos. Weite Ausblicke. Foto: djd-k/ Chiemsee-AlpenlandTourismus/ Rainer Nitzsche (djd-k). Gemütlichkeit und Zeit für die Familie: Für viele sind die Weihnachtsfeiertage die schönste Zeit im Jahr. Doch nachhaltig ist das Fest meist noch nicht. Massenhaft Geschenke, die unbeachtet in der Ecke landen, Berge an Lebensmittelresten und Geschenkpapier, das die Umwelt belastet. Dabei gibt es Möglichkeiten, um die Weihnachtstage umweltfreundlicher zu gestalten und dennoch viel Freude zu haben. Aufs Siegel achten Beim WeihnachtsbaumKauf sollte man einen einheimischen Baum mit FSC-Siegel wählen. Dieser stammt aus naturverträglicher Waldwirtschaft und nicht aus Monokulturen. Ein Baum mit dem Naturland- oder Bioland-Siegel kann ebenso bedenkenlos gekauft werden. Auch bei der Dekoration lässt sich die Umwelt schonen. Statt Lametta und Plastikkugeln bieten sich Sterne aus Stroh oder Holz an. Bei der Beleuchtung sollte man zu LED-Varianten greifen. Die besonders große Faden- oder Filament-LED im Kerzenkopf der Lumix Super Light Flame etwa strahlt fast dreimal heller als herkömmliche LEDs – bei gleichem Energieverbrauch. Bei der regionalen Herstellung der Christbaumkerzen wird ausnahmslos recycelter Plastikmüllverwendet. Das gilt ebenso für den Baumständer Green Line von Krinner. Die Rundum-EinseilTechnik des ökologischen Baumständers, den es in zwei Größen gibt, sorgt dafür, dass jeder Baum gerade steht. Die Lumix Super Light Flame strahlt viel heller als herkömmliche LEDs. Foto: djd-k/Krinner Anzeige Wilhelmshaven. (NWS) Antibiotika im Klinikalltag mit Augenmaß einzusetzen und damit Antibiotikaresistenzen eindämmen, darum ging es bei einer Fortbildung, die in Kooperation mit dem Klinikum Wilhelmshaven und dem Deutschen Beratungszentrum für Hygiene (BZH) durchgeführt wurde. Nicht nur die aktuelle Pandamie zeigt, wie wichtig es ist, das Thema „Gesundheit“ in einem viel breiteren, globalen Kontext zu sehen. Der One- Health-Ansatz beinhaltet, dass die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt eng miteinander verknüpft sind und fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Humanmedizin, Veterinärmedizin und UmweltwissenFortbildung in Kooperation mit dem Klinikum Wilhelmshaven schaften. Dabei spielt der richtige Einsatz von Antibiotika eine wichtige Rolle. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Marcus Schmitt, Chefarzt der Medizinischen Klinik II für Gastroenterologie, Hepatologie, Stoffwechsel und Infektiologie nahmen rund 20 Ärztinnen und Ärzte aus allen Fachabteilungen des Klinikums an der Fortbildung der Bundesärztekammer Antibiotic Stewardship (ABS) Modul 1) teil mit dem Ziel, den Verbrauch von Antibiotika weiter zu reduzieren. In der Fortbildung wurden Strategien und Maßnahmen vermittelt, die Auswahl, Dosierung, Applikation und Anwendungsdauer verschiedener Antibiotika rational zu steuern und gleichzeitig das beste klinische Behandlungsergebnis zu erzielen. Die Fortbildung war sowohl als Online - als auch als Präsenzveranstaltung konzipiert. Vermittelt wurden neben Wissen zu den Bereichen medizinische Mikrobiologie, Pharmazie und Infektionsmanagement auch die aktuellen Leitlinien zum Einsatz von Antibiotika im akutklinischen Bereich. Mit Absolvieren der Veranstaltung gelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer als ABS-beauftragte Ärztinnen und Ärzte, sind also Ansprechpartner für ihre Kolleginnen und Kollegen zu diesem Themenbereich und dafür verantwortlich, einen adäquaten Antibiotika-Einsatz in den einzelnen Kliniken mitzugestalten. Der richtige Umgang mit Antibiotika Die Ärztinnen und Ärzte verschiedener Fachabteilungen des Klinikums haben sich in einer Fortbildung zum adäquaten Umgang mit Antibiotika im Klinikalltag ausbilden lassen. Foto: Klinikum Wilhelmshaven gGmbH Berlin. (NWS) Die Bundesvereinigung Lebenshilfe fordert die zügige Einführung einer allgemeinen Impfpflicht, um Menschen mit Behinderung vor der Ansteckung mit Covid 19 wirksam zu schützen und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu sichern. „In den ersten Corona-Wellen haben Menschen mit Beeinträchtigung unglaublich unter Absonderung und Isolation leiden müssen. Dass sie ihre Wohneinrichtungen nicht mehr verlassen dürfen, dass Werkstätten, Schulen und Kitas geschlossen und so die Familien mit der Betreuung und Pflege ihrer behinderten Angehörigen allein gelassen werden, darf auf gar keinen Fall noch einmal passieren“, betont Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Bundesgesundheitsministerin a.D. „Damit Teilhabe für alle funktioniert, muss die ganze Gesellschaft Verantwortung übernehmen. Deshalb setzt sich die Lebenshilfe für eine allgemeine Impflicht ein.“ Weil Menschen mit Behinderung ein größeres Risiko tragen, schwer an Covid 19 zu erkranken, fordert die Lebenshilfe darüber hinaus umgehende Auffrischungsimpfungen für Menschen mit Behinderung wie für Mitarbeitende in der Behindertenhilfe. Dafür muss es niedrigschwellige und flächendeckende Impfangebote geben, vor allem durch mobile Impfteams in den Diensten und Einrichtungen der Behindertenhilfe. Für die überwiegende Mehrheit der Beschäftigten, die Menschen mit Behinderung im Alltag unterstützen, ist eine Impfung selbstverständlich. Sie sehen sich dem Wohl der ihnen anvertrauten Menschen in besonderer Weise verpflichtet. Den Mitarbeitenden, die noch unsicher sind, empfiehlt die Lebenshilfe dringend, sich zeitnah impfen und auch boostern zu lassen. Auch um weitere Engpässe bei der medizinischen Versorgung insgesamt zu vermeiden, hält die Bundesvereinigung Lebenshilfe die Maßnahmen für erforderlich. Ulla Schmidt: „Dass bereits jetzt in einigen Regionen Deutschland Intensivbetten fehlen, Corona-Kranke mit Flugzeugen verlegt und planbare Operationen verschoben werden müssen, macht uns große Sorgen.“ Alle Forderungen der Lebenshilfe sind in einem Positionspapier zusammengefasst, das im Internet unter www.lebenshilfe.de zur Verfügung steht (auch in Leichter Sprache). Menschen mit Behinderung vor Corona schützen: Lebenshilfe für Impfpflicht und rasche Impfungen!

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