Nordwest Sonntagsblatt

Seite 32 12. Dezember 2021 Friesland. (NWS) Der Friesland-Hilfsfonds hat sich bisher an Betriebe gewendet, die von den Corona-Hilfen aus dem Bund und Land nicht unterstützt wurden. Die Mehrheitsgruppe im friesischen Kreistag hat jetzt die Verwaltung beauftragt den Hilfsfonds umzubauen und Betroffenen zu ermöglichen bis zum 31. Dezember vereinfachte Anträge auf Hilfen zu stellen. „Wir möchten den Betrieben zeigen, dass wir an ihrer Seite stehen im gemeinsamen Kampf gegen die Pandemie. Egal ob Friseure oder Ehrenamtliche in Vereinen, alle helfen mit“, so Gruppensprecher Sören Mandel (SPD) aus Varel. „Testungen, Hygiene und Zeitaufwand müssen deswegen wertgeschätzt werden“, so Mandel weiter. Es handele sich um einen großen Beitrag der Wirtschaft zur Bekämpfung und zum Schutz der Bevölkerung vor einem erneuten Lockdown und vollen Intensivstationen. Darüber hinaus ist sich die Mehrheitsgruppe einig, dass auch Vereine, die Testungen beispielsweise für Trainer und Begleitungen vornehmen dafür eine Kompensation erhalten sollen. „Der Kreis kann diese Leistung zwar nur in geringem Maße entschädigen, aber dennoch mit den Zuwendungen zeigen, dass sie nicht alleine sind“, so Martina Esser von den Grünen. Die Zuwendungen sollen nach Ansicht der friesischen Ampelkoalition gestaffelt zwischen 2000 und 5000 Euro ausgezahlt und möglichst niedrigschwellig ohne großen Aufwand beantragt werden können. „Damit kann ein Teil der Tests, Hygieneartikel und der Zeitaufwand entschädigt werden“ ist sich Gerhard Ratzel von der FDP sicher. Insgesamt sei die Bewältigung der Pandemie aber eine „gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der wir zusammenhalten wollen“ sind sich die Kreistagsabgeordneten einig. SPD/Grüne/FDP Mehrheitsgruppe Hilfen für Betriebe und Vereine noch im Dezember Zetel. (NWS) „Wie möchtest du leben?“ „Was würdest Du tun?“ Diese und andere Fragen hatte die Klimagruppe Friesische Wehde den Zeteler Bürger*innen in ihrer Postkartenaktion zum Thema Klimaschutz gestellt, um die Ergebnisse in ihren Aktivitäten und Forderungen berücksichtigen zu können. Im Rahmen einer über 6 Monate angelegten anonymen Bürger*innenbefragung in der Zeit vom März bis September 2021 hatte die Klimagruppe über digitale Medien und die Verteilung von Postkarten zur breiten Bürger*innenbeteiligung eingeladen. Nun liegen die Ergebnisse vor und zeigen deutlich Notwendigkeiten auf. Unter den Teilnehmer*innen der Befragung beteiligte sich die Gruppe der Schüler*innen im Vergleich zu den Erwachsenen deutlich öfter (im Verhältnis 3:1). Bei der Gewichtung der Themenschwerpunkte konstatiert die Klimagruppe ein übereinstimmendes Bedürfnis bei Jung und Alt bei der Themenwahl: die Themen Ernährung, Konsum, Kleidung sowie die Themen Wohnen und Energie wurden von beiden Gruppen zum ersten Schwerpunkt gewählt. Die Themen Mobilität & Energie sowie Klimaplan folgten aber mit geringem Abstand. Beide Altersgruppen bewerteten diese Themen als „sehr wichtig“. Auf 10 Teilnehmer*innen kam nur 1 Teilnehmer*in, welche die Themenschwerpunkte als etwas weniger wichtig bewertete. Bei den freien Antworten – hier lautete die Frage „Hast Du noch Ideen, die dir auch wichtig sind?“ - zeigt sich in vielen Antworten der Schüler*innen Angst und Frustration, die in oft grundsätzlicheren und als dringlich erachteten Lösungsvorschlägen zum Ausdruck kommen: „kein Autohof und keine A 20!“ Deutlich erkennbar wird hier die Wahrnehmung, dass die Welt so nicht in Ordnung ist und dringend Handlungsbedarf besteht: „Dass beim Klimawandel nicht nur geredet wird, sondern auch mal was gemacht!“ Bei den Lösungsansätzen und Vorschlägen der Erwachsenengruppe ist der örtliche Praxisbezug deutlich erkennbar. Unter anderem wurden Wünsche zu Gartengestaltung, Regenwassernutzung, Naturerhalt und der klimafreundlichen Agrarwende formuliert. Die Frage „Bist du dafür, dass Zetel einen Klimaplan bekommt, damit es bis 2035 klimaneutral wird?“ haben 78 % aller Antwortenden mit „Ja“ beantwortet – ein deutliches Votum für das Anliegen Klimaplan! Die Klimagruppe bedankt sich bei allen Teilnehmer*innen und lädt gleichzeitig zum Mitmachen ein. Am 13. November hat die Klimagruppe einen eigenen IdeenWorkshop veranstaltet, bei dem sich die Mitglieder auf die für sie wichtigen Themen und Vorhaben im kommenden Jahr verständigt haben. Dabei kristallisierten sich – neben der Kooperation mit der Gemeinde in Sachen Klimaplan – erste Schwerpunkte heraus, zu denen es jetzt Arbeitsgruppen gibt: Verkehr und Mobilität, Landschaft, und Bildung und Öffentlichkeitsarbeit. So plant die Klimagruppe für 2022 Infoveranstaltungen und Aktionen zu diesen Themen sowie den regelmäßig stattfindenden „Klimaschnack“ zum Kennenlernen. Weitere Infos: klimagruppe-friesischewehde.de und Facebook/Instagram Klimagruppe Friesische Wehde zieht ein Resümee ihrer Bürgerbefragung und plant weitere Aktivitäten Was ist wichtig für den Klimaschutz in Zetel? Oldenburg/Bremen. (NWS) Die Anschlussheilbehandlung (AHB) ist eine Form der Rehabilitation nach einer stationären Krankenhausbehandlung zum Beispiel wegen eines akuten Herzinfarktes, einer Bandscheibenoperation oder anderer Erkrankungen. Ziel der AHB ist die Wiedereingliederung der Patienten in das Berufs- und Alltagsleben. Sie kann stationär sowie ganztägig ambulant durchgeführt werden. Um eine AHB machen zu können, muss der oder die Versicherte einen Antrag stellen. Erste Ansprechpartner sind die Mitarbeiter des Sozialdienstes im Krankenhaus. Die Bewilligung erfolgt durch die Deutsche Rentenversicherung, wenn die erforderlichen Voraussetzungen vorliegen. Die AHB wird in ausgewählten Einrichtungen durchgeführt und umfasst alle therapeutischen Leistungen, die zur Erreichung des Rehabilitationszieles erforderlich sind. Sie soll zeitnah, innerhalb von 14 Tagen, nach demEnde der Krankenhausbehandlung beginnen. Auskünfte erteilt die Deutsche Rentenversicherung Oldenburg-Bremen unter der kostenlosen Telefon-Nr. 0800 1000 4800 oder im Internet unter www.drvoldenburg-bremen.de. Was ist eine Anschlussheilbehandlung?

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