Nordwest Sonntagsblatt

Seite 6 12. Dezember 2021 Players“, in der sich ehemals Spielsüchtige zusammenfinden. Durch die gute Vernetzung der SEKO im sozialen Gefüge der Stadt ist ihre Beratung über den Rahmen der Selbsthilfe hinaus zusätzlich wertvoll für die Ärzte. Es fehle die Zeit nach BeratungsstelWilhelmshaven. (NWS) „Wir sind froh, dass es in Wilhelmshaven eine derart gut funktionierende Selbsthilfelandschaft gibt“, lautet die Einschätzung des Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Wilhelmshaven und Hausarzt Klaus-Peter Schaps. Bei seinem Besuch in der Selbsthilfekontaktstelle (SEKO) im Europaring 22 stellte Schaps fest, dass gerade in der CoronaKrise seit Wochen in den Arztpraxen am Limit gearbeitet werde. Da falle das Patientengespräch durchaus schon einmal kürzer aus – dem übervollen Wartezimmer geschuldet. „Von daher ist der Hinweis auf Selbsthilfegruppen eine nicht zu unterschätzende Entlastung“, so Klaus Peter Schaps. Hier werden chronisch kranke Menschen aufgefangen, bekommen Informationen und dadurch kann manche Diagnose ihren Schrecken verlieren. Gemeinsames Ziel der Ärzteschaft und der Selbsthilfe ist der sogenannte mündige Patient, bzw. die mündige Patientin, um gut informiert und auf Augenhöhe gemeinsam die besten Lösungen und Therapien zu finden. Die SEKO spielt hierbei die zentrale Rolle bei der Vermittlung in die einzelnen Selbsthilfegruppen. len oder sonstigen Hilfseinrichtungen zu recherchieren und da ist es eine hilfreiche Unterstützung im Praxisalltag, die Telefonnummer der SEKO weitergeben zu können, im Wissen, dass hier weitergeholfen wird. „Wir schauen ganz individuell, welche Hilfseinrichtungen zusätzliche Unterstützungen geben können. Zu vielen KollegInnen pflegen wir enge Kontakte, kennen uns aus diversen Arbeitskreisen. Das nutzen wir im besten Sinne für unsere Ratsuchenden, die in krisenhaften Situationen helfende Hände finden“, sagt Andrea Pohlenga, pädagogische Mitarbeiterin der SEKO. „Die Kooperation zwischen Ärzteschaft und Selbsthilfe ist keine Einbahnstraße, beide Seiten partizipieren davon“, ergänzt Anke Wellnitz, Leiterin der Selbsthilfekontaktstelle. Seit Jahren stellen sich Ärzte und Ärztinnen für medizinische Fachvorträge zur Verfügung und leisten damit einen professionelle Unterstützung der Selbsthilfegruppen. Denn sachliche Information und gute Aufklärung wirken Angst und Sorge entgegen. Dass dies wieder intensiviert werden kann, nach Corona, ist die Hoffnung auf beiden Seiten. Hilfreiche Arbeit während der Corona- Krise Kassenärztliche Vereinigung würdigt Selbsthilfegruppen Alle 110 örtlichen Gruppen sind in einer Übersicht gelistet und darüber können die Kontakte hergestellt werden. Bei Bedarf werden neue Gruppen gegründet, wie zuletzt die für Betroffene einer posttraumatischen Belastungsstörung oder die „EX Auf dem Foto v.l.: Klaus-Peter Schaps, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Wilhelmshaven und Hausarzt, Anke Wellnitz, Leitung Selbsthilfekontaktstelle Wittmund-Wilhelmshaven, Andrea Pohlenga, Pädagogische Mitarbeiterin in der Selbsthilfekontaktstelle. Foto: Selbsthilfekontaktstelle Wittmund-Wilhelmshaven Wilhelmshaven. (NWS) Viele Verbraucherinnen und Verbraucher müssen derzeit feststellen, dass ihr Energieversorger die Abschläge deutlich anhebt. Als Grund werden die steigenden Energiepreise angeführt. In den meisten Fällen ist die Anpassung jedoch nicht rechtens. Wann Anbieter Abschläge während der laufenden Abrechnungsperiode erhöhen dürfen und was dabei zu beachten ist, klärt die Verbraucherzentrale Niedersachsen. Obwohl es klare gesetzliche Vorgaben gibt, sorgen Abschläge für Strom und Gas immer wieder für Ärger. Sie werden zu hoch angesetzt oder unter falschen Voraussetzungen erhöht. Aktuell sind es die steigenden Energiepreise, die viele Versorger als Grund für eine Erhöhung anführen. „Das ist meistens jedoch nicht korrekt“, erklärt Elsbeth Noatzsch, Energierechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. „Anbieter informieren hier vielfach nicht richtig.“ Denn: Im laufenden Abrechnungszeitraum dürfen Abschläge nur mit Zustimmung der Kundin oder des Kunden angepasst werden. „Daran ändern auch steigende Preise oder ein erhöhter Verbrauch nichts“, so Noatzsch. Eine Ausnahme gibt es jedoch: Bei Kunden in der Grundversorgung dürfen Anbieter seit Ende November 2021 bei einer Preiserhöhung ausdrücklich auch die Abschläge anpassen. Ermöglicht wird dies durch eine neue Regelung der Grundversorgungsverordnung. „Doch auch in diesem Fall sollten Verbraucherinnen und Verbraucher die Erhöhung genau prüfen“, rät Noatzsch. Denn auch hier dürfen die Abschläge nicht beliebig, sondern nur analog zur Preiserhöhung angehoben werden. Allgemeine Geschäftsbedingungen und freiwillige Anpassung Bei Kundinnen und Kunden außerhalb der Grundversorgung ist eine einseitige Anpassung der Abschlagszahlungen in der laufenden Abrechnungsperiode hingegen nicht möglich. Ausnahmen können in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) geregelt sein. Betroffene sollten einen entsprechenden Passus aber unbedingt überprüfen lassen. „Nicht alle Regelungen sind rechtens. Grundsätzlich gilt, dass die AGB anderer Anbieter Kundinnen und Kunden nicht schlechter stellen dürfen als es die Grundversorgungsverordnung vorsieht“, so Noatzsch. Bietet der Versorger eine Anpassung der monatlichen Zahlungen an, sollten es sich Verbraucherinnen und Verbraucher gut überlegen, dem zuzustimmen. „Wer Angst vor Nachzahlungen hat, kann besser selbst monatlich Geld beiseitelegen“, rät Noatzsch. Denn: Zu hohe Abschläge sind wie ein kostenloses Darlehen, das dem Versorger gezahlt wird. Bei einer Insolvenz ist im Voraus gezahltes Geld meist verloren. Tipps zur Berechnung der Abschläge für Strom und Gas unter: www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/abschlagszahlungen-energie Bei Fragen zu Energielieferverträgen hilft die Beratung der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Termine und Preise unter www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de Steigende Energiepreise kein Grund für Anpassung Unrechtmäßige Erhöhung der Abschlagszahlungen Friesland. (NWS) Nach den erhaltenen Vorgaben des Landes Niedersachsen ist die Booster-Impfung ab sofort bereits 4 Wochen nach der 2. Impfung möglich. Bei den Impfaktionen des Landkreises Friesland gilt somit ab sofort: - Personen, deren 2. Impfung (Impfstoff BioNTech oder Moderna) mindestens 4 Wochen zurückliegt können eine BoosterImpfung erhalten. - Dies gilt auch für die Personen, die von den Nachholimpfaktionen im August/September betroffen waren. - Personen, die die 1. Impfung mit Johnson+Johnson erhalten haben, können – wie bekannt – (ab) 4 Wochen danach eine Booster-Impfung erhalten. Eine weitere Booster-Impfung wird nach aktuellem Stand nicht empfohlen und somit bei den Impfaktionen nicht angeboten. Eine Übersicht der Impfaktionen, bei denen keine Terminvereinbarung erforderlich ist, ist verfügbar unter www.friesland.de/impfaktionen Bitte beachten, dass es vor Ort zu Wartezeiten kommen kann. Der Landkreis bittet darum, in diesem Fall ältere Personen vorzulassen und dass sich zunächst nur Friesländerinnen und Friesländer an die Impfstationen wenden. Booster-Impfung 4 Wochen nach 2. Impfung möglich Friesland. (NWS) Der Landkreis Friesland weist daraufhin, dass die Testpflicht für Kinder ab 3 Jahren in Kindertagesstätten weiterhin gilt. Es handelt sich hierbei um eine Regelung die durch Veröffentlichung der entsprechenden Allgemeinverfügung des Landkreises seit 29. November in Kraft ist. Die Testung von Kindern ab 3 Jahren in Kindertagesstätten ist in Friesland dreimal pro Woche verpflichtend. Die Testpflicht betrifft somit Kinder ab 3 Jahren: Zum Testen können Eltern die vom Land zur Verfügung gestellten Testkits (3 pro Kind pro Woche) verwenden. Als Testtage werden Montag, Mittwoch und Freitag empfohlen. Die Tests können zu Hause angewendet werden. Das Testergebnis wird von einer oder einem Erziehungsberechtigten gegenüber der Einrichtung schriftlich bestätigt. Ausnahmen gibt es für Kinder, bei denen eine medizinische Kontraindikation vorliegt. Dies ist durch ein ärztliches Attest zu belegen. Vergangene Woche wurde in einem einheitlichen, landesweiten Schreiben des Nds. Kultusministers auf die freiwillige Testung in Kitas hingewiesen, dessen Inhalt aber wegen der Allgemeinverfügung in Friesland nicht anwendbar ist. Wie oben erläutert, handelt es sich im Landkreis Friesland um eine Testpflicht, um dem aktuellen Infektionsgeschehen in Friesland stärker entgegen zu wirken. Testpflicht für Kinder ab 3 Jahren Wilhelmshaven. (NWS) Zwei Einsätze in der Nacht zum Donnerstag, 9. Dezember, haben die Feuerwehr Wilhelmshaven beschäftigt. Die ausgelöste Brandmeldeanlage im Klinikum führte gegen Mittagnacht zum ersten nächtlichen Einsatz. Bei der Kontrolle der Einsatzstelle konnte schnell Entwarnung gegeben werden: die Ursache war ein überhitztes Kirschkernkissen in einer Mikrowelle. Etwa zwei Stunden später rückte der Löschzug zu einem piependen Rauchmelder in einem Hochhaus in der Feldmark aus. Die betroffene Wohnung wurde von den Einsatzkräften öffnet, die Bewohnerin schlafend angetroffen und angebranntes Essen als Ursache ausgemacht. Kirschkernkissen sorgt für Feuerwehr-Einsatz Bremen. (NWS) Es hätte ein Messe-Comeback werden sollen, auf das sich alle Beteiligten schon seit Wochen und Monaten vorbereitet und gefreut haben, doch nun ist klar: Die hanseBAU & Bremer Altbautage – angesetzt für die Zeit von Freitag, 21. bis Sonntag, 23. Januar 2022 – werden nach der Zwangspause 2021 auch 2022 nicht stattfinden können. Mehr Infos: www.hansebau-bremen.de hanseBAU & Bremer Altbautage für 2022 abgesagt Wilhelmshaven. (NWS) Fit für den Umgang mit Texten, Tabellen und Präsentationen im Büro macht ein einwöchiger VHS-Bildungsurlaub ab dem 17. Januar 2022. Der Kurs findet von Montag bis Donnerstag, 8 bis 16 Uhr und am Freitag von 8 bis 13 Uhr im VHS-Projekthaus Mühlenweg 67 statt. Anmeldeschluss ist Freitag, der 17. Dezember, Tel. 16 40 00. , Office im Januar

RkJQdWJsaXNoZXIy MTUzODc=