Nordwest Sonntagsblatt

Seite 8 12. Dezember 2021 bleiben. Möbelspender schickten Handyfotos ihrer Spenden und stellten diese abholbereit, was positiv war. Geförderte Arbeit war leider von Kurzarbeit ausgenommen. Für eine tragfähige Zukunft sollen die Möbeldienste analysiert werden. Dazu sei Austausch mit Mitarbeitenden nötig. Pflegekräfte weigerten sich nie, in Haushalte mit Coronakranken zu gehen. Hygieneartikel und Schutzkleidung gingen ins Geld. Manche Mitarbeiterin sei langzeiterkrankt, nachdem lange auf Urlaub verzichtet wurde. Für ihren Einsatz, auch geteilte Dienste zu machen, gebühre ihnen Hochachtung. Schuldner- und Migrationsberatung mussten nicht schließen. Die Resonanz auf mehrere Lastwagen mit Kleidung für Wohnungslose war überwältigend. Mitte April startete in Varel ein Nähprojekt für Migrantinnen. Es ist bereits in Schortens erfolgreich. Seit Mitte Mai fördert der Landkreis Friesland eine umgeschulte Bürokraft mit 39 Wochenstunden in der Schuldnerberatung. Im Rahmen der Gemeinwesen orientierten Arbeit in den SanierungsJever. (Kar) Mit einem Gottesdienst begann die Herbstversammlung des Diakonischen Werks des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises FrieslandWilhelmshaven e.V. in der Stadtkirche Jever. Wegen der Coronalage wurde auch die vom Vorsitzenden Klaus Lücken geleitete Versammlung im Gotteshaus gehalten. Er dankte zunächst Diakoniepfarrer Michael Winkel für seine bislang fünfjährige Tätigkeit. Der Vorsitzende sowie Geschäftsführerin Hilke Schwarting-Boer gingen in ihrem gemeinsamen Bericht auf die Widrigkeiten der Coronazeit ein. Monatliche Vorstandssitzungen können seit Juli wieder in Präsenz im Diakonie-Tagesaufenthalt in der Weserstraße in Wilhelmshaven stattfinden. Klaus Lücken dankte dem mobilen Impfteam, das im Wohnheim und in der Migrationsberatung früh impfte. Wohnungslose hätten den Impftermin sehr gut wahrgenommen. Mitarbeiter testeten in der Diakoniestation und im Wohnheim. Die drei Möbeldienste und Sozialkaufhäuser mussten zu Jahresbeginn geschlossen gebieten Südstadt und Tonndeich entstand bei der Diakonie ab Juli ein neues Arbeitsfeld in der Sozialarbeit, das die Integration erleichtern soll. Es geht um ein interreligiöses Frauen-Gartenprojekt auf zwei Jahre. Die Stadt Wilhelmshaven mietete ein Büro in der Gökerstraße 96. Für die Migrationsberatung wurden im ehemaligen Küsterhaus Neuende Räume angemietet. Hier haben sieben Mitarbeitende fünf Stellen. Die vom Bund gekürzten Mittel wurden vom Land ausgeglichen. Gut sei der Kontakt zu den Landtagsabgeordneten Holger Ansmann und Olaf Lies. Finanzbuchhalter Matthias Böcker stellte den Finanzbericht vor. Umstrukturierung beim Möbeldienst und die Suche neuer Betätigungsfelder, wie des betreuten Wohnens in Jever, seien nötig, um das Diakonische Werk mit den rund 100 Mitarbeitenden stabil in die Zukunft zu führen. Die anwesenden Vertreter der Kirchgemeinden genehmigten den Jahresabschluss und entlasteten Vorstand und Geschäftsleitung für das Geschäftsjahr 2020. Versammlung Mitglieder des Diakonischen Werks Friesland-Wilhelmshaven e.V. trafen sich Corona prägte alle Arbeitsabläufe und belastete Mitarbeitende Klaus Lücken (r.) dankte Diakoniepfarrer Michael Winkel (li.) für seine bislang fünfjährige Tätigkeit. Foto: Karasch Hannover. (NWS)Pastor Torsten Ernst hat zum 1. November 2021 die Leitung des Kirchlichen Dienstes in Polizei und Zoll übernommen. Aufgabe der Einrichtung der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen ist die seelsorgerliche Begleitung von Polizeibeamtinnen und -beamten sowie Bediensteten des Zolls. Auch bei besonderen Einsätzen stehen Mitarbeitende vom kirchlichen Dienst für Gespräche und Beratung zur Verfügung. Ernst folgt auf Pastor Frank Waterstraat, der seit dem 1.5.2021 als evangelischer Dekan bei der Bundespolizei arbeitet. „Ich freue mich, dass wir Pastor Torsten Ernst für die Leitung des Kirchlichen Dienstes in Polizei und Zoll gewinnen konnten. Seine vielfältigen seelsorglichen und diakonischen Erfahrungen an Schnittstellen zwischen Kirche, Diakonie und Gesellschaft kommen ihm bei der seelsorgerlichen Begleitung und Betreuung der Mitarbeitenden in Polizei und Zoll zugute, bei der es oft um Grenzsituationen des Lebens geht“, sagt Andrea Radtke, Bevollmächtige der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen. Torsten Ernst, der 1967 in Flensburg geboren wurde, hat in Tübingen und Kiel evangelische Theologie und Volkswirtschaftslehre studiert. An das Vikariat in der Nordelbischen Kirche schloss er ein Spezialvikariat im Bereich Militär- und Krankenhausseelsorge an. Er arbeitete als Krankenhausseelsorger im Diakonie-Krankenhaus-Harz GmbH Elbingerode und war Kirchenkreisbeauftragter für Notfallseelsorge, bevor er 2013 Vorsteher der Anhaltischen Diakonissenanstalt Dessau wurde. Er ist ausgebildet in Integrierter Mediation und hat eine Reihe von weiteren Fortbildungen im Bereich Seelsorge, Hospizarbeit, Suchtkrankenhilfe und Leitung und Fundraising absolviert. Seit 2018 ist er Mitglied der Arbeitsgruppe „Spiritual Existential Care Interprofessional“ der Diakonie Deutschland. „Auf meine neue Aufgabe in der Konföderation als Leiter des Kirchlichen Dienstes in Polizei und Zoll freue ich mich sehr. Ich bin gespannt auf die Begegnungen mit den Menschen in Polizei und Zoll und die Möglichkeiten, die sich hier für beide Seiten – sowohl Kirche als auch Polizei und Zoll – ergeben. Besonders gespannt bin ich darauf, wie sich nun unter Corona-Bedingungen das Kennenlernen gestaltet“, sagt Torsten Ernst. Die Einführung von Pastor Torsten Ernst als Leiter des Kirchlichen Dienstes in Polizei und Zoll findet am 13. Dezember in der Neustädter Hof- und Stadtkirche in Hannover statt. In dem Gottesdienst wird auch Frank Waterstraat verabschiedet. Der Kirchliche Dienst in Polizei und Zoll bietet über die direkte seelsorgliche Betreuung von Mitarbeitenden in Polizei und Zoll hinaus eine Reihe von Seminaren zu beruflichen und gesellschaftspolitischen, aber auch zu theologischen Fragestellungen an. Mitarbeitende des Kirchlichen Dienstes erteilen an den niedersächsischen Polizeiakademien auch Unterricht im Fach Berufsethik. Hier geht es oft um Grenzsituationen des Lebens Kirchlicher Dienst in Polizei und Zoll mit neuer Leitung Baierbrunn. (ots) Im Interview mit dem „Senioren Ratgeber“ erzählt der Schauspieler Heino Ferch von seiner Rolle im neuen ZDF-Dreiteiler „Der Palast“ Den besten Tipp erhielt Heino Ferch von seinem Professor an der Schauspielschule - er lautet: „Ihr müsst an 1000 denken, damit 100 funktioniert.“ Nur wer die Fantasie groß hält, kann wenigstens einen Teil davon umsetzen. Dem Schauspieler ist das gelungen: Er taucht, tanzt, schauspielert, spielt Saxofon und will nun noch Klavier lernen. Für den 58Jährigen hat seine Vielseitigkeit mit Leidenschaft zu tun. „Wenn die in einem schlummert und man das Gefühl hat: Das macht mich an, das macht mir Spaß, dann ist es einfach die Freude am Tun. Ich bin da verführbar und lasse mich auf neue Dinge gerne ein“, sagt Ferch im Interview mit dem Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“. Im Familiendrama „Der Palast“ spielt Ferch einen Vater Nach dem Prinzip wählt der Schauspieler auch seine Rollen aus - zuletzt für den Dreiteiler „Der Palast“, der vom 3. bis 5. Januar im ZDF zu sehen ist. Im Familiendrama, das auf einer wahren Geschichte beruht, spielt er den Vater eines Mädchens, das nicht weiß, dass sie eine Zwillingsschwester hat, die mit ihrer gemeinsamen Mutter in Ostdeutschland lebt. Ferch kann sich gut in die Figur des Vaters heineinversetzen - bis auf eins: „Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, mit so einer Lüge zu leben“, gesteht er. Gewisse Parallelen zu seinem Leben gibt es jedoch: Eine Tochter im Film ist Tänzerin. Ähnlich wie Ferch, der in seiner Jugend Tanzakrobat und Turner war. So kam er übrigens zum Theater: Als er 15 Jahre war, suchte ein Regisseur in seiner Heimatstadt Artisten. Seither steht er auf der Bühne. Mit Trennkost hält sich der Schauspieler gesund und fit Ein gutes Körpergefühl ist dem vierfachen Vater, der seit 2005 mit der Vielseitigkeitsreiterin MarieJeanette Steinle verheiratet ist, noch heute sehr wichtig. Fit halten ihn vor allem auch seine Workouts, wie etwa laufen, reiten und Polo spielen. „Ich achte sehr aufs Essen und was ich an Getränken zu mir nehme. Und ich mache seit mehr als 20 Jahren Trennkost. Das habe ich mal aus Zufall entdeckt, und es tut mir sehr gut“, verrät Ferch im Interview mit dem Apothekenmagazin. Doch darf es auch ab und an ein Glas Wein sein oder Knödel zum Schweinsbraten. Heino Ferch taucht, tanzt, schauspielert, spielt Saxofon und will nun noch Klavier lernen Groß träumen: Warum Heino Ferch viele Talente hat Groß träumen: Warum Heino Foto: GettyEditorial/Hannes Magerstaed

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