Nordwest Sonntagsblatt

Seite 4 19. Dezember 2021 und Verwaltung als An- sprechpartner zur Verfü- gung. Zum Auftakt waren Alexander Leonhardt von der Wirtschaftsförderung Wilhelmshaven und Uwe Oppitz von Rhenus Mid- gard zu Gast. Sie infor- mierten über die aktuelle Initiative zur Bildung eines Wasserstoffclusters in Wilhelmshaven. Dazu habe die Wirtschaftsförde- rung zusammen mit na- menhaften regionalen und Unternehmen eine Studie bei der Deutschen Ener- gie-Agentur (DENA) in Auftrag gegeben. „In die- ser Studie sollen die tech- nischen, infrastrukturel- len und rechtlichen Vo- raussetzungen für das Oldenburg. (NWS) In seiner konstituierenden Sitzung hat der Beirat Wilhelmshaven/Friesland der Oldenburgischen In- dustrie- und Handelskam- mer (IHK) Michael Engel- brecht einstimmig als Vor- sitzenden bestätigt. Engel- brecht ist IHK-Vizepräsi- dent und Vorstandsvorsit- zender der Volksbank Jever eG. Ebenfalls im Amt bestätigt als stellver- tretenden Vorsitzender wurde Tom Nietiedt, Ge- schäftsführer der Nie- tiedt-Gruppe und IHK-Vi- zepräsident. Dem Gremium gehören 28 Unternehmerinnen und Unternehmer an. Seine Aufgabe ist es, Vollver- sammlung, Präsidium und Geschäftsführung der IHK beratend zu unterstützen. Der Beirat befasst sich deshalb mit aktuellen und wichtigen Fragen zur wirt- schaftlichen Entwicklung des Oberzentrums Wil- helmshaven und des be- nachbarten Landkreises Friesland und steht Politik Wasserstoff-Cluster ana- lysiert werden“, sagte Leonhardt. „Anschließend sollen auf Grundlage der Studie Förderanträge ge- stellt werden. Die Ergeb- nisse der Studie sollen im Frühjahr 2022 vorliegen“, so Leonhardt weiter. Op- pitz ergänzte: „Mit unserer Initiative Energiedreh- scheibe Wilhelmshaven wollen wir ein neues Nar- rativ für die Versorgung Deutschlands mit grüner Energie schaffen. Damit wird die Region auch inte- ressant für neue Unter- nehmensansiedlungen.“ Unterstützt wird die Ini- tiative durch den Arbeit- geber- und Wirtschafts- verband Jade e. V., die Wil- helmshavener Hafenwirt- schaftsvereinigung, Nie- dersachsen Ports und die IHK. Der Beirat diskutierte zudem intensiv über die Herausforderungen der Unternehmen im Umgang mit der vierten Corona- Welle. Viele Beiratsmit- glieder, gerade aus dem Bereich Einzelhandel so- wie dem Hotel- und Gast- ronomiegewerbe, äußerten deutliche Kritik am Kri- senmanagement von Poli- tik und Verwaltung. „Die Unternehmen fordern mehr Planbarkeit und eine bessere Kommunikation beim Erlass von Corona- Regelungen“, sagte Mi- chael Engelbrecht. „Wenn dann auch noch unter- schiedliche Regeln in be- nachbarten Landkreisen gelten, führt dies zu Wett- bewerbsverzerrungen, und die Verwirrung bei den Kunden ist komplett.“ Viele Betriebe hielten es zudem für unzumutbar, dass ausgerechnet zum Höhepunkt der Pandemie gewährte Corona-Hilfen von der NBank bereits zu- rückgefordert werden“, so Engelbrecht weiter. „Zahl- reiche Unternehmen kämpfen immer noch um die Existenz und nehmen weiterhin staatliche Hilfe in Anspruch. Hier braucht es weitere Stundungen der Rückzahlungen.“ Der Beirat diskutierte intensiv über die Herausforderungen der vierten Corona-Welle IHK-Beirat bestätigt Michael Engelbrecht als Vorsitzenden Tom Nietiedt (l.) und Michael Engelbrecht (r.) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Foto: privat Friesland. (NWS) Nach dem Schornstein- fegerhandwerksgesetz werden die bevollmächtig- ten Bezirksschornsteinfe- germeisterinnen und -meister (nach der Besten- auswahl) für sieben Jahre durch den Landkreis Friesland als zuständige Aufsichtsbehörde in das Amt berufen. Die Amtsge- schäfte führen die bevoll- mächtigten Bezirks- schornsteinfegermeister als beliehene Unterneh- mer selbstständig aus. Da- bei nehmen die Schorn- steinfegermeister zum Teil hoheitliche Aufgaben nach den Vorschriften des Schornsteinfegerhand- werksgesetzes wahr, wie die Abnahme einer Feuer- stätte und die Erteilung des Feuerstättenbescheids. Zudem führen sie für den jeweiligen Kehrbezirk das sog. Kehrbuch (öfftl.-rechtl. Urkunde). Dies setzt die Meisterprü- fung (sowie die Eintra- gung in der Meisterrolle der jeweiligen Hand- werkskammer) im Schorn- steinfegerhandwerk vo- raus. Neben den hoheitli- chen Tätigkeiten führen die Schornsteinfegermeis- ter auch die sog. freien Tä- tigkeiten des Schornstein- fegerhandwerks aus. Landkreis Friesland ernennt Bezirksschornsteinfegermeister Der Landkreis hatte für 7 der insgesamt 13 Kehrbezirke das Statusamt ausgeschrieben und die „bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegermeister“ wurden jetzt wie folgt für die Kehrbezirke benannt. Ingo Meyer = Jever-Nord Andreas Neu = Wangerland Torsten Kanther = Schortens, Roland Schubert = Neuenburg, Marcus Beermann = Varel-Mitte, Gunnar Zube = Varel-Nord, Dietmar Müller = Grabstede, Die weiteren bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegermeister sind: Michael Schröder = Jever-Süd, Stefan Janßen = Sillenstede Maik Anders = Schortens II, Saskia Wagner = Zetel, Klaus Tapken = Bockhorn, Bernd Steffen = Varel-Süd. Foto: Landkreis Friesland Wilhelmshaven. (NWS) Auch dieses Jahr betei- ligen sich die Johanniter des Ortsverbands Witt- mund am Johanniter- Weihnachtstrucker, der Hilfsaktion für bedürftige Menschen in Osteuropa und in Deutschland. Seit einigen Wochen sind die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer eifrig dabei Spenden zu sammeln. 38 Pakete kamen alleine von der BBS Witt- mund. Beim traditionellen Turmblasen beteiligten sich die Johanniter auf dem Kirchenplatz mit selbstgebackenen Prüllkes und sammelten Spenden für weitere Pakete. Inner- halb von zwei Stunden ka- men mehr als 200 Euro zu- sammen, mit denen die Dinge gekauft werden, die gemäß einer Packliste in ein Weihnachtstrucker- Paket gehören. Die Pakete werden jetzt von den Ju- gendlichen des Ortsver- bands Wittmund liebevoll verpackt und mit selbstge- bastelten und handge- schriebenen Karten ver- sehen. Weitere Pakete haben die Johanniter im Corona- Testzentrum auf dem Ge- lände von Janssen Reisen Wittmund gesammelt. „Wir bedanken uns bei alle Beteiligen, die uns so toll unterstützen“, sagt Besa Janssen vom Johanniter- Ortsverband Wittmund. Seit 1993 fährt die Jo- hanniter-Unfall-Hilfe je- des Jahr zu Weihnachten in viele Regionen Südost- und Osteuropas und bringt bedürftigen Menschen in den rückständigen Regio- nen Weihnachtspäckchen, die mit lebensnotwendi- gen Dingen für eine kleine Familie gepackt sind. Wei- tere Infos gibt es unter www.weihnachtstru- cker.de . Hilfspakete dank BBS und Prüllkes Wittmunder Johanniter sammeln für Weihnachtstrucker Die Johanniter (vorne Sebastian Rauch) verkauften beim traditionellem Wittmunder Turmblasen Prüllkes zugunsten des Weihnachtstruckers. Foto: Besa Janßen/Johanniter

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